Wasserstrahlschneiden Glas
Das Wasserstrahlschneiden ist perfekt für das Durchtrennen von Glas geeignet. Durch das Verfahren Wasserstrahlschneiden Glas ist es möglich, dem bearbeiteten Glas individuelle Profile und Konturen zu verleihen. Mit den herkömmlichen Methoden war dies nur sehr bedingt zu realisieren. Das Problem liegt darin, dass Glas beim Trennen verhältnismäßig schnell springt. Um diesem vorzubeugen, ist es unbedingt notwendig, Startlöcher für den Durchbruch anfangs mit einem sehr geringen Druck (500-800 bar) in den Stoff zu bohren. Wenn das Material dann durchbrochen ist, wird der Druck erhöht und die Schnittgeschwindigkeit erhöht. Bei entsprechenden Materialen ist es von äußerster Wichtigkeit, den Druck kontinuierlich zu erhöhen und zu reduzieren, was durch die Druckregelung der Hochdruckpumpe proportional einzustellen ist. Durch diese Arbeitsweise bleibt die Oberfläche unbeschädigt. Geschnitten wird entweder mit Quarzsand oder Olivin, wobei durch die Verwendung von Olivin die Schnittkante erfahrungsgemäß noch zusätzlich poliert wird und das Glas nicht so schnell springt.
Viele Vorteile des Wasserstrahlschneidens von Glas
Das Wasserstrahlschneiden Glas hat gegenüber anderen Trennverfahren einige Vorteile. Der gesamte Vorgang lässt ein feineres und komplexeres Ergebnis zu, welches mit herkömmlichen Methoden kaum umsetzbar wäre. Vorausgesetzt das Material wird beim Wasserstrahlschneiden in richtiger Weise bearbeitet, springt das empfindliche Glas nicht. Zusätzlich können mit diesem Verfahren jegliche Glassorten bearbeitet werden. Es können Werkstücke von bis zu 20 Zentimeter Dicke durchgetrennt werden, ohne dabei das Werkzeug zu wechseln. Nach dem Zerschneiden muss die Schnittkante nur im Geringsten nachbearbeitet werden, da die Trennfugen sehr schmal sind. Das Werkzeug muss logischer Weise nicht nachgeschliffen oder großartig gewartet werden, da der Verschleiß sehr gering ist.
Wasserstrahlschneiden wichtiger Faktor in der Erstellung von Produkten aus Glas
Im Allgemeinen erhält man den optimalen Nutzen des Materials, kann allerdings nur heißes Glas bearbeiten. Die Schnittkanten weisen teilweise nach der Bearbeitung eine leicht raue und matte Oberfläche auf, abhängig von der Schnittstärke und der Glassorte. Selten besteht der Bedarf, dass das Material nochmal nachgeschliffen werden muss. Bis auf ESG-Sicherheitsglas können jegliche Sorten an Glas durch dieses Trennverfahren zerschnitten werden, da diese durch die Spannung beim Eindringen in das Glas nicht so leicht zerspringen. Hergestellt werden können durch diese Technik Spiegel mit relativ freier Geometrie und Ornamentglas für Tiffanie-Arbeiten, sowie Tische, da das Material in seiner Bearbeitung sehr flexibel ist.
